Mann im Badezimmer zieht Unterwäsche an – mögliche Ursachen von Blasenschwäche

Was sind die Ursachen von Inkontinenz bei Männern?

Ungewollter Urinverlust tritt bei einem von vier Männern* auf und ist damit ein sehr häufiges Phänomen. Natürlich ist der Harnverlust von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Egal, ob es sich um ein paar Tropfen hin und wieder oder um häufigen starken Harndrang handelt: Es gibt Hilfe und wirksame Methoden, um den ungewollten Urinverlust unter Kontrolle zu halten.

Wenn du weißt, mit welcher Art von Inkontinenz du es zu tun hast und was die Ursache sein könnte, bist du schon einen Schritt weiter. Denn schließlich möchtest du die Inkontinenz in den Griff bekommen, damit du dein Leben wieder in vollen Zügen genießen kannst.

Was ist Inkontinenz bei Männern?

Bei Harninkontinenz hast du weniger Kontrolle über deine Blasenentleerung. Ob vorübergehend oder langfristig – sie kommt häufig vor und betrifft Menschen jeden Alters und aus allen Lebensbereichen.

Welche Arten der Inkontinenz bei Männern gibt es?

Wenn es um Inkontinenz bei Männern geht, gibt es keine einheitliche Erfahrung. Es gibt verschiedene Arten, jede mit ihren eigenen Auslösern und Symptomen.

Während sich die Ursachen männlicher Inkontinenz von den Ursachen weiblicher Inkontinenz unterscheiden, sind die häufigsten Arten dieselben:

Dranginkontinenz

Bei der Dranginkontinenz, auch als Reizblase bekannt, verspürst du einen starken und plötzlichen Harndrang, den du kaum unterdrücken kannst. Die Dranginkontinenz ist bei Männern die häufigste Art des Urinverlustes, etwa 80% der Fälle sind von dieser Art.[1]

Belastungsinkontinenz bei Männern

Bei dieser Art von Blasenschwäche wird die Blasenmuskulatur bei bestimmten Anlässen wie Husten, Niesen oder anderen körperlichen Aktivitäten durch Anstrengung belastet. Diese Art der Inkontinenz kommt bei Männern seltener vor. Sie macht etwa 10% der Fälle aus.[1]

Überlaufinkontinenz

Eine Blockade im Harnsystem kann dazu führen, dass sich deine Blase nicht vollständig entleert. Die Folge ist eine Überlaufinkontinenz, bei der häufig ein ständiges Nachtröpfeln von Urin auftritt.

Mischinkontinenz

Wenn du unter plötzlichem, starkem Harndrang leidest und bei Belastung deiner Blase etwas Urin verlierst, könnte eine Mischinkontinenz die Ursache sein.

Zu wissen, welche Art von Inkontinenz bei dir vorliegt, ist einer der ersten Schritte, um deine Beschwerden in den Griff zu bekommen. In unserem grundlegenden Leitfaden zur Inkontinenz werden diese Arten etwas ausführlicher beschrieben.

Funktionelle Inkontinenz

Bei der funktionellen Inkontinenz ist die Blase eigentlich nicht betroffen. Stattdessen führen Mobilitätsprobleme und kognitive Störungen dazu, dass man etwas länger braucht, um zur Toilette zu gelangen. Die Folge ist ein ungewollter Urinverlust.

Was sind die Ursachen männlicher Inkontinenz?

Damit das Harnsystem seine Aufgabe erfüllen kann, müssen Gehirn, Muskeln und Nerven zusammenarbeiten, um den Urin in der Blase zu halten und die Blase erst dann zu entleeren, wenn du es möchtest. Es gibt jedoch viele Faktoren, die diesen Prozess stören und Inkontinenz bei Männern verursachen können.

Häufige Ursachen männlicher Inkontinenz sind:

Medikamente

Bestimmte Medikamente, insbesondere Diuretika zur Behandlung von Krankheiten wie Bluthochdruck, können das Risiko eines ungewollten Urinverlusts erhöhen. Diuretika sollen dem Körper helfen, überschüssige Flüssigkeit loszuwerden, was bedeutet, dass sie die Urinproduktion erhöhen.[2]

Dadurch kann es schwieriger werden, den plötzlichen Harndrang zu kontrollieren, insbesondere wenn sich die Blase schnell oder unerwartet füllt. Andere gängige harntreibende Mittel, die Inkontinenz bei Männern verschlimmern können, sind koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Tee und Alkohol.

Wenn du glaubst, dass die von dir eingenommenen Medikamente Inkontinenz verursachen, solltest du mit deinem Arzt darüber sprechen. Vielleicht verschreibt er dir ein anderes Medikament zur Behandlung deiner Erkrankung, das weniger Nebenwirkungen hat.

Harnwegsinfektion

Eine Harnwegsinfektion (HWI) kann die Blasenschleimhaut reizen und einen starken, häufigen Harndrang verursachen, der manchmal zu einer vorübergehenden Inkontinenz bei Männern führt. Wenn die Infektion behandelt wird, bessern sich diese Symptome in der Regel oder verschwinden sogar ganz.

Wenn du den Verdacht auf eine Harnwegsinfektion hast, trinke mehr Flüssigkeit und gehe regelmäßig zur Toilette. Wenn die HWI frühzeitig entdeckt wird, klingt die Infektion meist von selbst ab.[3] Wenn du jedoch zum ersten Mal unter einer Harnwegsinfektion leidest oder nach etwa zwei Tagen immer noch Beschwerden hast, solltest du deinen Arzt aufsuchen und sie behandeln lassen.[4]

Veränderte Größe der Prostata bei Inkontinenz

Eine geschwollene oder vergrößerte Prostata (der Fachbegriff lautet benigne Prostatahyperplasie, BPH) kann auf die Harnröhre drücken und den Urinfluss teilweise blockieren. Das führt zu Überlaufinkontinenz.

Eine vergrößerte Prostata ist bei Männern ab einem gewissen Alter oft normal. Aber man sollte die Symptome nicht ignorieren. Wenn du Probleme hast, Urin abzulassen, einen schwachen Strahl hast und nachts häufig auf die Toilette musst, solltest du mit einem Arzt sprechen.[5] Es gibt verschiedene Ursachen für eine vergrößerte Prostata. Oft ist eine Änderung des Lebensstils oder eine Behandlung mit Medikamenten die Lösung.

Eine gesunde Prostata ist wichtig. Wenn du beim Wasserlassen Probleme hast, älter als 50 Jahre bist oder in deiner Familie Prostatakrebs vorkommt, solltest du mit deinem Arzt über eine Prostatauntersuchung sprechen.[6]

Prostataoperation

Nach einer Prostataoperation sind die Muskeln und Nerven, die das Wasserlassen steuern, oft vorübergehend geschwächt. Das kann dazu führen, dass man Urin verliert oder Schwierigkeiten hat, den Urin zurückzuhalten. Besonders in den ersten Phasen der Genesung. In vielen Fällen bessert sich diese Art der Inkontinenz bei Männern im Laufe der Zeit durch Heilung und Beckenbodenübungen. Bei einer Prostatektomie (Entfernung der Vorsteherdrüse) wird jedoch auch der innere Harnröhrenschließmuskel entfernt, der den Urinfluss kontrolliert.[7]

Die Genesung nach einer Operation kann manchmal langwierig sein. Wenn man dann auch noch an Inkontinenz leidet, wird es noch schwieriger. Wenn du dir Sorgen machst, sprich mit deinem Arzt. Frag ihn, ob es Möglichkeiten gibt, die Heilung zu beschleunigen.

Übergewicht

Übergewicht übt zusätzlichen Druck auf die Bauch- und Beckenbodenmuskeln aus, die die Blase stützen. Dieser zusätzliche Druck kann diese Muskeln mit der Zeit schwächen und dazu führen, dass es etwas schwieriger wird, den Urinfluss zu kontrollieren. Ganz besonders bei Aktivitäten, die zu einer Belastungsinkontinenz bei Männern führen können.[8]

Selbst kleine, schrittweise Änderungen können schon viel bewirken. Einfache Maßnahmen wie mehr Bewegung (eine Runde Golf, ein paar Runden im Schwimmbad) und eine bewusste Ernährung können schon helfen, die Symptome zu lindern.

Chronische Beschwerden

Manche Krankheiten wie Diabetes, eine Verletzung der Wirbelsäule oder neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer können die Verbindung zwischen Gehirn und Blase stören. Dies kann leider zu einer verminderten Blasenkontrolle führen, d. h., der Harndrang ist dann weniger ausgeprägt oder es fällt schwerer, rechtzeitig die Toilette aufzusuchen. Das kann unter Umständen das Risiko einer Inkontinenz bei Männern erhöhen.[9]

Wenn man unter einer chronischen Krankheit und zusätzlich unter Inkontinenz leidet, kann das sehr anstrengend sein. Aber keine Sorge: Es gibt Möglichkeiten, die Inkontinenz bei Männern in den Griff zu bekommen. Am besten sprichst du mit deinem Arzt darüber und schaust, wie er dir helfen kann.

Inkontinenz bei Männern kann viele Ursachen haben. Die gute Nachricht ist, dass bei richtiger Beurteilung durchaus eine erfolgversprechende Behandlung möglich ist. Dein Arzt kann dir dabei helfen, je nach Ursache und Art der Inkontinenz, die beste Lösung für dich zu finden und dich entsprechend zu betreuen.

Was kann ich tun, um meine Inkontinenz in den Griff zu bekommen?

Männliche Inkontinenz kann Probleme und Unannehmlichkeiten verursachen, die sich auf dein tägliches Leben auswirken können. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, die dir dabei helfen können, deine Toilettengewohnheiten wieder in den Griff zu bekommen. Dazu zählen zum Beispiel spezielle Übungen, die Änderung deines Lebensstils, Inkontinenzprodukte und auch Unterstützung durch deinen Arzt.

Schützende Unterwäsche

Die schützende Unterwäsche für Männer bietet den ganzen Tag über Schutz vor Urinverlust und ein äußerst bequemes, diskretes Tragegefühl. Es gibt einige wirklich hilfreiche Einwegprodukte. Wenn dir die gewohnte Passform und das vertraute Tragegefühl jedoch lieber sind, solltest du vielleicht waschbare schützende Unterwäsche ausprobieren.

Jede TENA wiederverwendbare schützende Unterwäsche bietet den Tragekomfort und die Optik einer normalen Boxershorts. Mit dem einzigen Unterschied, dass sie dich bei leichten Urinverlusten durch ihre absorbierenden Eigenschaften zuverlässig schützen. Mit vier Schutzschichten im SPEEDDRY ZONETM bist du jeden Tag auf der sicheren Seite, denn sie sorgen zuverlässig ein trockenes Tragegefühl. Ein Nachtröpfeln ist damit kein Thema mehr. Noch besser: Sie sehen wie deine normale Unterwäsche oder Boxershorts aus und tragen sich auch so. Egal, ob du zu Hause entspannst oder dich nach dem Training umziehst – den Unterschied merkt keiner. Außerdem musst du nicht verzweifelt nach einer Möglichkeit zum Entsorgen deiner Einlagen oder Einweg-Inkontinenzunterwäsche suchen.

Die TENA MEN schützende Boxershorts wurden in sorgfältigen Passformtests entwickelt und sind in Stil und Größe ganz auf TENA abgestimmt. Einfach die richtige Größe und Lieblingsfarbe wählen, in die Boxershorts schlüpfen und der Tag kann beginnen. Wir bieten auch andere Einweg-Inkontinenzprodukte wie Einlagen für stärkere Blasenschwäche und Inkontinenz.

Beckenbodenübungen

Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur wie Kegels können helfen, gewisse Symptome der Inkontinenz bei Männern zu verbessern. Dazu zählen eine bessere Blasenkontrolle und weniger unangenehme Blasenkrämpfe, die manchmal mit Inkontinenz verbunden sind.

Um Kegel-Übungen zu machen, spanne die Muskeln an, mit denen du deinen Urin zurückhältst. Halte die Spannung etwa 3–5 Sekunden lang. Entspanne sie anschließend genauso lang. Wiederhole diesen Vorgang 10-15 Mal pro Durchgang etwa 3 Mal pro Tag

Blasentraining

Blasentraining hilft effektiv bei Dranginkontinenz bei Männern und Mischinkontinenz. So kannst du ganz einfach mehr Urin zurückhalten und den starken Harndrang besser regulieren.

Das Blasentraining kannst du ganz einfach selbst durchführen:[10]

  • Wir empfehlen dir, ein Blasentagebuch zu führen, in dem du all deine Toilettengewohnheiten einträgst. Achte darauf, ob du bestimmte Muster erkennst, z. B. wann du auf die Toilette gehst und ob du Urin verlierst oder einen Harndrang verspürst.
  • Erstelle am besten einen Zeitplan für den Gang zur Toilette, der für dich passt, auch wenn du das Gefühl hast, dass du gar nicht musst. Du wirst feststellen, dass es manchmal notwendig ist, kleinere Korrekturen vorzunehmen, bis es klappt. Bleib gelassen, wenn du anfangs noch ein wenig Urin verlierst – das ist ganz normal und gehört dazu.
  • Verlängere die Zeit zwischen den Toilettengängen langsam um jeweils 15 Minuten, bis du 3 bis 4 Stunden durchhalten kannst, ohne einen starken oder plötzlichen Drang zu verspüren.
  • Wenn du das Bedürfnis verspürst, auf die Toilette zu gehen, atme tief durch, schlage die Beine übereinander oder spanne deine Beckenbodenmuskulatur an, um den Harndrang hinauszuzögern.

Es ist wichtig, diese Routine beizubehalten, auch wenn du hin und wieder ein wenig Urin verlierst. Wenn du keine Besserung feststellst, kannst du deine Routine anpassen oder einen Arzt um Unterstützung bei der Erstellung eines Behandlungsplans bitten.

Lebensgewohnheiten ändern

Vielleicht merkst du es gar nicht, aber es gibt ein paar Dinge, die du jeden Tag machst und die dich womöglich dabei unterstützen, die Kontrolle über deine Blase zu behalten. Auch wenn eine Änderung der Gewohnheiten helfen kann, deine Beschwerden zu lindern oder sogar ganz zu heilen, gilt das nicht für alle Arten von Inkontinenz bei Männern. Wenn du dir unsicher bist, sprich mit deinem Arzt darüber, ob eine Änderung deiner Gewohnheiten helfen könnte.

So kann beispielsweise eine Umstellung der Ernährung hilfreich sein, da manche Menschen feststellen, dass bestimmte Lebensmittel ihre Inkontinenz auslösen, darunter Zitrusfrüchte, Gewürze und sogar künstliche Süßstoffe. Auch das Vermeiden bestimmter Gewohnheiten kann sich positiv auf Ihre Inkontinenz auswirken. Wer zum Beispiel mit dem Rauchen aufhört, hustet du weniger – und damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass durch Husten eine Belastungsinkontinenz entsteht.

Inkontinenz bei Männern ist ein oft übersehenes Problem, das jedoch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die zu Inkontinenz bei Männern beitragen, beispielsweise Prostataerkrankungen und -operationen, altersbedingte Beschwerden und andere Erkrankungen. Es ist wichtig, die Symptome und Ursachen männlicher Inkontinenz zu verstehen, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen und die richtige Lösung zu finden. Zum Glück gibt es zahlreiche Behandlungen, die helfen, die Inkontinenz bei Männern zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Wenn du nach einer Möglichkeit suchst, deinen Urinverlust völlig unbemerkt unter Kontrolle zu halten, ist die wiederverwendbare schützende Unterwäsche von TENA eine gute Wahl.

Medizinischer Haftungsausschluss

Die in diesem Artikel enthaltenen medizinischen Informationen dienen lediglich der Information und dürfen nicht für Diagnose- oder Behandlungszwecke verwendet werden. Bitte frage deinen Arzt um Rat, wenn du Fragen zu einer bestimmten Erkrankung hast.

Referenzen

[1] https://www.mayoclinichealthsystem.org/hometown-health/speaking-of-health/treatment-options-for-men-with-urinary-leakage

[2] https://www.healthline.com/health/what-medications-cause-overactive-bladder

[3] https://www.goodrx.com/conditions/urinary-tract-infection/get-rid-of-uti-fast

[4] https://www.nhs.uk/conditions/urinary-tract-infections-utis/

[5] https://www.nhs.uk/conditions/enlarged-prostate/

[6] https://my.clevelandclinic.org/health/diagnostics/22764-prostate-exam

[7] https://www.cancercenter.com/cancer-types/prostate-cancer/treatments/prostatectomy/urinary-incontinence

[8] https://www.healthline.com/health/overactive-bladder/obesity-and-overactive-bladder

[9] https://www.healthline.com/health/neurogenic-bladder

[10] https://www.ucsfhealth.org/education/bladder-training

*Basierend auf einer 2012 von Essity durchgeführten Umfrage unter Männern über 40 in den USA, Großbritannien, Deutschland, Italien, Russland und Mexiko. Daten liegen vor, wurden jedoch nicht veröffentlicht.