Ob leichte Blasenschwäche beim Lachen oder das plötzliche und dringende Bedürfnis, eine Toilette aufzusuchen – Probleme mit Harninkontinenz sind weitaus häufiger, als du vielleicht denkst. Inkontinenz ist ein Thema, über das oft nicht gesprochen wird, das aber Millionen von Menschen weltweit betrifft. Mehr Informationen über die Erkrankung und die Behandlung helfen dir, die Kontrolle über deine Blase zurückzugewinnen.
Was ist Inkontinenz?
Unter Harninkontinenz versteht man den unwillkürlichen Verlust von Urin – im Wesentlichen das unerwartete und unkontrollierte Auslaufen von Urin. Bei manchen ist es nur ein leichtes Tröpfeln, beispielsweise beim Niesen. Bei anderen kann die Blasenschwäche häufiger auftreten oder zu einem größeren Urinverlust führen, wodurch der Alltag erschwert wird. Du bist damit aber nicht allein. Harninkontinenz ist ein weit verbreitetes Leiden und äußert sich durch diese Symptome.
Es ist oft schwierig, eine Krankheit zu verstehen, und Inkontinenz bildet da keine Ausnahme. Glücklicherweise kann TENA dich mit hilfreichen Ratschlägen und Methoden zur Behandlung von Inkontinenz unterstützen, die deine Lebensqualität verbessern.
Was sind die Ursachen von Inkontinenz?
Die Auslöser und Ursachen von Harninkontinenz hängen davon ab, mit welcher Art von Inkontinenz du es zu tun hast. Manchmal ist die Harninkontinenz nur vorübergehend und wird durch eine Harnwegsinfektion (UTI) oder bestimmte Lebensgewohnheiten verursacht. Sie kann auch während der Schwangerschaft, in der Menopause und nach der Geburt auftreten. Bei längerfristigen Arten von Inkontinenz gibt es eine Reihe von Faktoren und Erkrankungen, die als Ursache in Frage kommen, darunter:
- Neurologische Erkrankungen (Parkinson, Alzheimer usw.)
- Diabetes
- Adipositas
- Prostataoperationen
- Verletzungen des Rückenmarks
- Nebenwirkungen bestimmter Medikamente (Muskelrelaxantien, Beruhigungsmittel usw.)
Harninkontinenz kann entweder eine eigenständige Erkrankung sein oder als Symptom anderer Erkrankungen auftreten – sie ist jedoch nichts, was man einfach hinnehmen muss. Falls sich deine Blasenfunktion verändert und du dir deswegen Sorgen machst, kann ein Gespräch mit deinem Arzt helfen, deine Sorgen zu lindern.
Arten von Inkontinenz
Zu wissen, welche Art von Inkontinenz bei dir vorliegt, ist einer der ersten und wichtigsten Schritte, um deine leichte Blasenschwäche in den Griff zu bekommen. Wenn du die Ursache deiner Blasenschwäche kennst, kannst du unter Umständen sogar vorbeugen.
Es gibt fünf häufige Arten von Inkontinenz, auch wenn die Gründe für Harninkontinenz vielfältig sein können:
Belastungsinkontinenz
Wenn du beim Lachen, Niesen, beim Sport oder auch beim Heben schwerer Gegenstände ein Tröpfeln von Urin spürst, könnte es sich um Belastungsinkontinenz handeln.
Was sind die Ursachen für Belastungsinkontinenz?
Psychischer Stress kann zwar die Entwicklung und Verschlimmerung einer leichten Blasenschwäche begünstigen, hier geht es jedoch um eine körperliche Belastung.
Belastungsinkontinenz tritt auf, wenn Druck auf die Blase dazu führt, dass Urin austritt – in der Regel, weil die Beckenbodenmuskulatur nicht stark genug ist.
Diese Art von Inkontinenz tritt häufig nach der Geburt auf, da die Beckenmuskulatur durch die Entbindung geschwächt wird. Harninkontinenz kann auch als natürliche Folge des Älterwerdens oder aufgrund häufiger sportlicher Aktivitäten mit hoher Belastung auftreten (Laufen und Tennis sind nur zwei Beispiele).
Kann Stress eine Inkontinenz verursachen?
Ja, Stress kann durchaus eine Rolle bei der Harninkontinenz spielen, man spricht dabei von psychosomatischer Inkontinenz. Dies ist der Fall, wenn emotionaler oder mentaler Stress die Kontrolle über die Blase beeinträchtigt, auch wenn kein körperliches Problem die Ursache ist.[1]
Stress kann eine leichte Blasenschwäche unter Umständen verstärken und zu häufigerem Harndrang oder unerwarteten Blasenentleerungen führen.
Belastungsinkontinenz und Stressinkontinenz sind zwei völlig unterschiedliche Arten von Inkontinenz. Wenn du dir über die Ursache deiner Symptome nicht sicher bist, empfiehlt sich ein Gespräch mit deinem Arzt.
Dranginkontinenz
Hattest du schon einmal den plötzlichen, starken Drang, sofort deine Blase leeren zu müssen? Und Angst, es nicht bis zur Toilette zu schaffen? Dann leidest du möglicherweise unter Dranginkontinenz.
Was sind die Ursachen für eine Dranginkontinenz?
Bei Dranginkontinenz, auch Reizblase genannt, ziehen sich die Blasenmuskeln unerwartet zusammen oder spannen sich an. Dadurch verspürst du einen plötzlichen, starken Harndrang, auch wenn deine Blase nicht vollständig gefüllt ist.[2]
Die Ursachen für die Entstehung von Dranginkontinenz können Nervenstörungen, Infektionen oder auch nur eine Tasse Kaffee zu viel sein. Koffein ist ein Diuretikum, d. h., es erhöht die Urinproduktion und kann die Blase reizen, wenn man zu viel davon zu sich nimmt. Andere potenzielle Blasenreizstoffe sind Zitrusfrüchte, kohlensäurehaltige Getränke, scharfe Speisen und Alkohol.[3]
Mischinkontinenz
Wenn dir die Symptome von Belastungs- und Dranginkontinenz bekannt vorkommen, handelt es sich möglicherweise um eine Mischinkontinenz.
Was sind die Ursachen für eine Mischinkontinenz?
Da es sich bei dieser Art der Inkontinenz um eine Mischung aus Belastungs- und Dranginkontinenz handelt, können auch die Ursachen der beiden Arten zu dieser Mischform führen. Auch Verletzungen oder chirurgische Eingriffe, beispielsweise am Rektum, an der Prostata oder Vagina können zur Entstehung einer Mischinkontinenz beitragen.[4]
Überlaufinkontinenz
Überlaufinkontinenz bedeutet, dass sich deine Blase nicht vollständig entleert, was zu sehr häufigem oder auch ständigem Nachtröpfeln von Urin führt.
Was verursacht Überlaufinkontinenz?
Überlaufinkontinenz kann auftreten, wenn der Urinfluss blockiert wird. Bei der männlichen Inkontinenz kann dies beispielsweise durch eine vergrößerte Prostata verursacht werden. Häufiger handelt es sich eher um Nervenschäden, die durch andere Erkrankungen verursacht werden.[5]
Funktionelle Inkontinenz
Manchmal liegt das Problem nicht an der Blase selbst, sondern daran, dass man nicht rechtzeitig auf die Toilette gehen kann, wenn man normalerweise gehen müsste. Dies wird als funktionelle Inkontinenz bezeichnet.
Was sind die Ursachen der funktionellen Inkontinenz?
Funktionelle Inkontinenz tritt auf, wenn körperliche oder kognitive Erkrankungen, beispielsweise wie Arthritis, eingeschränkte Mobilität oder Demenz, den rechtzeitigen Gang zur Toilette erschweren.
Wie wird Inkontinenz diagnostiziert?
Die Diagnose einer Harninkontinenz beginnt mit einem Gespräch mit deinem Arzt über deine Symptome, deine Krankengeschichte, deine täglichen Gewohnheiten und die Auslöser für den ungewollten Urinverlust. Der Arzt wird eventuell eine körperliche Untersuchung durchführen, z. B. eine Untersuchung des Beckenbodens bei Frauen oder der Prostata bei Männern, um die Ursachen abzuklären. Einfache Tests wie eine Urinanalyse (auch bekannt als einfache Urinprobe) können Infektionen ausschließen. Möglicherweise wirst du auch gebeten, ein Blasentagebuch zu führen. So kann sich dein Arzt ein besseres Bild von deinen täglichen Toilettengewohnheiten machen.
Bei manchen Menschen ist ein so genannter Post-Void-Rest-Test (eine Restharnbestimmung) erforderlich, um festzustellen, ob sich die Blase ordnungsgemäß entleert. Es gibt auch weitere Tests wie urodynamische Untersuchungen, um zu prüfen, wie gut deine Blase funktioniert.
Unter Umständen sind mehrere Tests erforderlich, um der Ursache der Inkontinenz auf den Grund zu gehen. Die richtige Diagnose ist jedoch der erste Schritt, um für dich die beste Behandlung zu finden.
Was kann ich gegen Inkontinenz tun?
Die Behandlungsmöglichkeiten für Harninkontinenz variieren je nach Art und Schweregrad. Zu den Optionen gehören Änderungen des Lebensstils, z. B. Gewichtsmanagement und Vermeidung von Blasenreizstoffen. Eine weitere wirksame Maßnahme ist Beckenbodentraining, wie beispielsweise Kegelübungen, um die Muskeln zu stärken, die den Harnfluss kontrollieren. Medikamente können helfen, die Symptome einer Harninkontinenz zu lindern. Auch Hilfsmittel wie Pessare (kleine Plastik- oder Silikonvorrichtungen, die in die Vagina eingeführt werden) können die Blase und andere Beckenorgane unterstützen. In schwereren Fällen empfiehlt der Arzt Behandlungen wie Blasentraining, Physiotherapie oder sogar eine Operation. Es ist wichtig, mit deinem Arzt zu besprechen, welche Methode zur Behandlung von Inkontinenz für dich die beste Lösung ist.
Wie kann waschbare schützende Unterwäsche bei Harninkontinenz helfen?
Harninkontinenz kann dein Leben sehr belasten. Es gibt jedoch einfache Möglichkeiten, die bei leichter Blasenschwäche für ein frisches Körpergefühl sorgen und dafür, dass du dich rundum wohlfühlst und vor allem geschützt bist. Bei Inkontinenz hilft dir zum Beispiel das Tragen von waschbarer schützender Unterwäsche.
Unsere waschbare schützende Unterwäsche verfügt über vier Schutzschichten. Die spezielle Textiltechnologie sorgt nicht nur für ein trockenes und sicheres Tragegefühl, sondern auch dafür, dass du deine leichte Blasenschwäche ganz schnell vergisst. Die Produktinnovationen konzentrieren sich auf die drei Hauptbereiche Schutz, Diskretion und Tragekomfort. Bei der Entwicklung unserer Produkte steht stets im Vordergrund, dass du dein Leben in vollen Zügen genießen kannst – trotz einer leichten Blasenschwäche.
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Harninkontinenz verstehen
Millionen von Menschen leiden unter unfreiwilligem Urinverlust, deshalb ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass man nicht allein ist. Unabhängig von Ursache und Art der Inkontinenz sollten wir offener mit dem Thema umgehen und mehr über Inkontinenz sprechen.
Der erste Schritt besteht darin, sich bei deinem Arzt über die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Ob Beckenbodentraining bei Belastungsinkontinenz, gezieltes Zurückhalten des Urins bis zum Erreichen der Toilette oder das Tragen von waschbarer schützender Unterwäsche – es gibt viele Möglichkeiten.
Harninkontinenz kann für Betroffene durchaus belastend sein. Wir helfen dir, positiv zu denken. Du möchtest mehr über die Ursachen von Inkontinenz bei Frauen und Inkontinenz bei Männern erfahren? Du möchtest wissen, wie du trotz leichter Blasenschwäche ein aktives Leben führen kannst? TENA steht dir bei diesem Thema mit Rat und Tat zur Seite.
Medizinischer Haftungsausschluss
Die in diesem Artikel enthaltenen medizinischen Informationen dienen lediglich der Information und dürfen nicht für Diagnose- oder Behandlungszwecke verwendet werden. Bitte frage deinen Arzt um Rat, wenn du Fragen zu einer bestimmten Erkrankung hast.
Referenzen:
[1] https://www.normanurology.com/blog/stress-and-incontinence
[2] https://my.clevelandclinic.org/health/diseases/22161-urge-incontinence
[3] Urinary incontinence - Symptoms and causes - Mayo Clinic
[4] What is Mixed Incontinence? | Incontinence Institute in Middle Tennessee
[5] https://my.clevelandclinic.org/health/diseases/22162-overflow-incontinence